Mein Jahr in Down Under

 
22Juli
2014

Wieder zu Hause

Nun bin ich nach einem bzw genau genommen sogar zwei Flügen (Singapur - Dubai, Dubai - Frankfurt) gut in der Heimt angekommen und wurde von einem gigantischen Empfangskomitee erwartet. Klar, diesen Moment, wenn ich aus der Ankunftshalle in die Wartehalle komme habe ich mir mehrmals ausgemalt, aber meine Erwartungen wurden einfach übertroffen - ich hätte mir keinen schöneren Empfang ausmalen können!

Sonntags war ich noch ein bisschen neben der Spur, aber als ich mit Mama und Papa am Montag am Frühstückstisch saß war alles ganz normal. So als wäre ich nie weg gewesen - irgendwie merkwürdig. Ich habe mich super eingelebt, fühle mich wohl und kann gar nicht fassen, dass ich so lang weg war und so viel erlebt habe. Das kommt sicherlich noch, wenn ich mir dann die ganzen Fotos anschaue und hier auf meinem Blog nochmal den ein oder anderen Bericht lese ;)

Das nenne ich mal einen Empfang - danke! :)

19Juli
2014

Abschluss

Der Flug nach Singapur war super - ein Doppelsitz für mich, 4 Filme, gutes Essen und auf dem Weg nach draußen sogar noch eine kleine Tasche mit Schlafmaske, Flugsocken und Oropax von einem Stewart bekommen :) Doch kaum bin ich aus dem Flieger ausgestiegen bin gegen eine Wand gelaufen - Sydney 15ºC, Singapur 36ºC. Alles hat wunderbar geklappt (es musste noch nicht mal ein zweiter Beamter zur Passkontrolle kommen :D) und auch den Weg zum Hostel habe ich problemlos gefunden (so langsam bin ich ja geübt), allerdings war ich nach dem 10-Minuten-Marsch von der Trainstation zum Hostel klatschnass! Es ist hier nicht einfach nur Hitze, sondern auch noch Feuchtigkeit und das hat mir ganz schön zu schaffen gemacht - und nicht nur am ersten Tag!

Singapur ist ziemlich klein (man kann innerhalb 1 Stunde, 45 Minuten vom einen zum anderen Ende des Landes fahren. Mit meinem 5 Tagen hatte ich somit genug Zeit und konnte ganz entspannt die Stadt erkunden. Darum war ich sehr dankbar, denn so bin ich vormittags los, kam mittags zurück zum Hostel, habe mich ausgeruht (bzw eher Gitarre gespielt :P) und dann ging's abends nochmal durch die Straßen. Das Hostel lag direkt in einer Fußgängerzone und da waren Stände mit vielen leckeren und vor allem günstigen asiatischen Köstlichkeit! Also ich war im Paradies. Dann war nicht unweit vom Hostel Little India und das war auch der Hammer! Ganz viel Naan (indisches Brot - ich liebe es!!) und tollen Tempeln. In Chinatown war ich in einem Tempel mit integrierten Buddha-Museum - total interessant! Natürlich gab es auch hier wieder gutes Essen und wie ihr euch vorstellen könnt habe ich in Singapur genau 0 mal gekocht :P Sonst war ich noch auf dem Marina Bay Sands und hatte eine super Aussicht über Singapur - ich konnte sogar Indonesien sehen! Da ich Eintritt zahlen musste, um hoch zu fahren und das nicht gerade wenig war, wollte ich, dass es sich wenigstens lohnt. Ich bin um 4 Uhr innerhalb von 23 Sekunden in den 56 Stock gefahren, konnte die Aussicht im Hellen genießen, habe ein bisschen gelesen und nach Sonnenuntergang habe ich die beleuchten Skyline gesehen - sooooo gut! Dann habe ich mir noch die tägliche Lichtershow von oben angeschaut, die ich tags zuvor von der anderen Seite der Marina geschaut habe und bin wieder nach Hause. Am Donnerstag Abend habe ich einen aus Singapur, Shah, kennengelernt, wir hatten einen netten Abend und de Freitag gemeinsam verbracht, somit hatte ich eine private Führung durch die Gardens by the Bay und Chinatown (wo wir ein Ice Katchata gegessen haben). Freitag abends macht er für die Hotelgäste eine Tour durch die Arab Streets (in dieser Gegend ist das Hostel), die ich dann auch noch gemacht habe und anschließend sind wir als Gruppe gemeinsam Satay essen gegangen. Das war ein toller letzter Abend meiner Reise! 

Nun sitze ich am Flughafen und warte aufs Boarding. Dieses Szenario hatte ich in den letzten 10.5 Monaten schon so oft, aber heute ist es was besonderes! Wobei ich es noch gar nicht realisiere und mir nicht vorstellen kann, dass ich in 17 Stunden in Frankfurt landen werde. Bis dahin werde ich das Flugzeugessen genießen (was ich wirklich mag :)) und mir mit Filmen die Zeit verdrücken :D

die Fußgängerzone, wo mein Hostel liegt Raffles Hotel aus der Kolonialzeit - eines der Wahrzeichen der Stadt und für mich ein Stop wert für ein Stück Kuchen und eine heiße Schoki - danke Mama und Papa :* Marina Bay - Singapore Flyper, Museum, Marina Bay Sands Merlion - ein weiteres Wahrzeichen der Tempel in Chinatown mit Museum ein Tempel in Little India - sieht total schön aus (auch von innen) alles ist bunt :) Aussicht vom Marina Bay Sands bei Tag und bei Nacht Supertrees in Gardens by the Bay Ice Kachata - sehr erfrischend an einem heißen Tag Shah, mein Touri-Guide :P

14Juli
2014

Das war OZ!

Nach 313 Tagen heißt es heute für mich langsam auf den Heimweg machen. Ich habe in dieser Zeit so viele unglaublich tolle Dinge erlebt, ich kann nicht eine Sache sagen, die richtig schlecht gelaufen ist (höchstens die Kamera), ich war immer gesund, habe viele interessante neue Leute kennengelernt, habe mich entwickelt, bin an Herausforderungen gewachsen und kann es nur jedem ans Herz legen! Es war traumhaft und ich würde es auf jeden Fall wiedertun. 

Meine letzten Tage in Australien habe ich in Sydney verbracht. Allerdings war das nur noch ein Warten auf den Abflug nach Singapur. Samstags habe ich mich aber nochmal aufgerafft und bin über die Harbour Bridge gelaufen und habe die 'Schein-Hauptstadt' mal von einer ganz anderen Seite gesehen. Diese tolle Aussicht wurde auf ganz besondere Weise benutzt - ein Heiratsantrag und eine Hochzeit. Bei der Location und dem schönen Wetter (wenn auch nicht sonderlich warm) ein traumhafter Tag! 

Heute Morgen bin ich natürlich zum Finale aufgestanden, konnte es aber im Hostel (wir waren gearde mal 2 Deutsche - sonst viele Franzosen, die für Argentinien waren) nicht fertig schauen, weil ich mit dem Shuttle zum Flughafen musste. Während das Siegestor geschossen wurde, bin ich gerade durch die Sicherheitskontolle, wurde dann aber direkt danach im Sony-Shop auf drei riesigen Bildschirmen von glücklichen deutschen Fans angestrahlt. Noch die letzten Minuten zugeschaut, nach Abpfiff mal kurz gejubelt (diesmal als einzige Deutsche :/) und anschließend mit breitem Grinsen einen Choc Mud Muffin bei McCafé geholt - soooo unglaublich lecker!! Eben hat mich noch Doyle (Mechaniker aus Hay) angerufen, um mir nochmal Tschüß zu sagen und mitzuteilen, dass er auch das Spiel geschaut und mitgefiebert hat. Über diesen Anruf habe ich mich total gefreut :)

Und jetzt sitze ich hier, warte auf das Boarding, verbringe die letzten Minuten in Australien, fliege dann nach Asien (Singapur) und bin am Samstag schon zu Hause - wie schnell die Zeit vergeht!

Naaa, welches Stück ist das genau? ;) Aussicht von der Harbour Bridge nun Harbour Bridge und Opera House aus einem anderen Winkel zusammen auf einem Foto der bekannte Luna-Park - das ist ein Vergnügungspark Na wenn das bei der Aussicht mal keine tollen Hochzeitsfotos werden Public Viewing am Flughafen? - Läuft!

10Juli
2014

Top End

Der Flug war wunderbar so mit Frühstück, Snacks und Ginger Beer (der Name trügt, ist nämlich gar kein Bier) und empfangen wurden wir mit 30ºC! Im Hostel angekommen habe ich mir mal einen Stadtplan angeschaut und ziemlich schnell war klar, dass es kaum was zu tun gibt. Ich habe die meiste Zeit an der Waterfront verbracht und habe gechillt und gelesen. Da Montag und Dienstag'$5-Pizza-Day' bei Domino's ist und ich deren Pizzen liebe, habe ich mir noch eine letzte gegönnt und jeden Bissen genossen :D

Am Mittwoch hatte ich eine Tour in den Litchfield National Park gebucht. Das war super! Gestartet haben wir mit einer Jumping Crocodile Cruise auf dem Adelaide River. Krokodile sind hier im Norden ziemlich weit verbreitet, weshalb man auf Hinweisschilder achten und Wasser mit Vorsicht genießen sollte. Auf dem Boot wurden Krokodile, die rangeschwommen sind gefüttert, allerdings mussten sie dafür erst viermal hoch springen. Sie springen bis zu zwei Drittel ihres Körpers aus dem Wasser, sind durchschnittlich 3.5 Meter lang (es kam aber auch ein 5-6 Meter großes ans Boot), können an der Oberfläche 11km/h und unter Wasser 20km/h schwimmen (nur so als Vergleich - die Olympia-Schwimmer schaffen es auf ca 7.5...), sie registrieren Bewegungen im Wasser auf bis zu 1km Entfernung, können für 4 Stunden unter Wasser bleiben und für jedes Krokodil, das man sieht sind 4 unter Wasser. War auf jeden Fall sehr interessant und imposant! Zurück an Land konnten wir eine Schlange halten. Obwohl ich nach meinem ersten mal auf Magnetic Island gesagt habe, dass ich es einmal gemacht habe und das reicht, habe ich mich nochmal überwunden und diesmal sehe ich deutlich entspannter aus :) Weiter ging es zu drei Wasserfällen (Tolmer Falls, Wangi Falls, Florence Falls), unter Wangi Falls waren wir sogar schwimmen. Das Wasser war zwar sehr kalt, aber angesichts der 30ºC Lufttemperatur eine willkommene Abkühlung! Eine zweite Erfrischung gab es in Buley Rockhole, das sind mehrere kleine Naturpools. Der letzte Stop war am Magnetic Termite Mound, wo wir Termiten probieren konnten. Also, ein paar Termiten auf eine Scheibe Tomate und rein in den Mund - sie schmecken nach Pfeffer, also eine gewürzte Tomate als Snack ;) Das ist aber definitiv eine Sache, die ich nicht nochmal machen muss! Danach haben wir uns auf die Heimfahrt gemacht. Zum Abendessen habe ich mir die 5-Minuten-Teriene aus Cathrins Deutschland-Paket gemacht und somit meine erste dieser Art gegessen. 

Heute war ich wieder an der Waterfront und heute Abend mit einem Bermudaner (ist das der richtige Ausdruck?), der gestern auch auf der Tour war, bei den Mindl Beach Sunset Markets und habe meinen ersten Sonnenuntergang überm Meer in Australien gesehen! Da mein Flug heute Nacht um 1.45 ist, wurde ich um 23.35 vom Shuttle abgeholt und habe mich davor noch gut 3 Stunden mit einer Deutschen sehr gut unterhalten. 

  Adelaide River (mit massig Krokodilen) jumping crocodile das erste mal, vor ca 9 Monaten und jetzt ganz souverän und entspannt :PWangi Falls Tolmer Falls Florence Falls ein Termitenstein

 

07Juli
2014

Wilder Westen

Es ging für mich tatsächlich an die wunderschöne Westküste (okay, nur Perth) von Australien, die so viele Australier noch nie gesehen haben, da z.B. Flüge von Asien günstiger und kürzer sind... Für mich steht nun aber Australien auf dem Plan und da gehört auch der Westen dazu. Die ganze Westküste bleibt mir aber verborgen, weil die Entfernungen sooooo weit sind, ich mir alleine kein Auto mieten will (zu teuer, ich müsste immer fahren) und die Busse nur alle drei Tage fahren... 

Ich bin um Mitternacht gelandet, wollte mit dem Shuttle zum Hostel fahren, laufe zur Haltestelle, schaue auf dem Plan: last shuttle at 10pm, first shuttle 3.20am. Hätte ich im Hostel nicht angekündigt, dass ich um Mitternacht lande und dann noch einchecken möchte, hätte ich auf das 3.20am-Shuttle gewartet. Letztendlich bin ich dann mit dem Taxi für ($41.60!!!!) zum Hostel, habe eingecheckt und bin fix und fertig in mein Bett gefallen. 

Frisch ausgeschlafen (so um halb 12 ;)) ging es erstmal einkaufen. Eigentlich wollte ich zwei Bananen oder Äpfel, aber die Preise haben mich vom Gegenteil überzeugt. Nachdem es vormittags geregnet hatte, war es nach meinem Frühstück richtig schön und ich bin auf Entdeckungstour gegangen. Kulturell wie ich bin (räusper :D) war ich in der Art Gallery of Western Australia und im Museum of Western Australia. In Perth gibt es 4 verschiedene Buslinien, die kostenlos sind, alle 10-15 Minuten fahren und das ganze Zentrum abdecken. Hier habe ich mich dann einfach in einen Bus gesetzt, bin irgendwo umgestiegen und habe mir die Stadt aus dem Bus angeschaut :D

Am Donnerstag bin ich mit einem der Busse zum Kings Park/Botanic Gardens gefahren und habe um 14 Uhr eine kostenlose Tour durch den Park gemacht. Da außer mir nienand da war, bekam ich eine 'private' Tour zur Geschichte und aus den geplanten 1.5 Stunden wurden 45 Minuten :P Das Wetter war traumhaft und so habe ich nach der Tour den Park (bzw einen Teil davon, er ist mit 4.06km/2 der größte innerstädtische Park) noch auf eigene Faust erkundet. Als Bio-LKler musste ich natürlich dem DNA-Tower einen Besuch abstatten und nachdem ich die 101 Stufen erklommen habe und eine gigantische Aussicht hatte, dachte ich mir, dass das ein perfekter Platz für einen Geocache wäre. Kurz gecheckt und siehe da, einen gefunden :) Hier in Perth gibt es ein indisches Restaurant, in dem man nur so viel bezahlt wie man will. Das klingt zu gut um wahr zu sein, also bin ich mit einer Holländerin aus meinem Zimmer dorthin und es war tatsächlich so! Es gab ein kleines Buffet (inkl. Dessert und Getränk), liegt direkt am Fluss und war super lecker. Das war seit 6 Monaten mein erster Restaurant-Besuch und es war klasse! 

Freitags bin ich mit dem Zug nach Fremantle, einem kleinen Hafenstädchen 30 Minuten südlich von Perth, gefahren. Auch hier gab es kostenlose Busse, mit denen ich die Stadt erkundet habe. Soooo viel konnte ich mir aber gar nicht anschauen, da es relativ früh angefangen hat zu regnen. In der Hoffnung, dass es eventuell aufhört habe ich 4 Runden im Bus durch Fremantle gedreht, bin dann aber ausgestiegen und vorzeitig zurück nach Perth gefahren (wo es auch aus Kübeln geschüttet hat...).

Samstag war wieder tolles Wetter (T-Shirt und Sonnenbrille ;)) und ich habe mich gemütlich an den Swan River gelegt, die Sonne genossen und gelesen. Es war sehr entspannend! 

Sonntags hat es den ganzen Tag geschüttet. Eigentlich wollte ich mit einer Deutschen aus meinem Zimmer nochmal nach Fremantle, um mehr davon zu sehen und auf den Fremantle Markets günstig Obst und Gemüse zu kaufen, aber das ist ins Wasser gefallen. Stattdessen habe ich vor mich hingekruschtelt (was ich ja sehr gut kann, gell Dande ;)) und mein Büchlein gestaltet. Nachmittags haben wir dann eine kleine TV-Ecke zum Kino umgebaut, so richtig mit Beamer und so und dann zu siebt Indiana Jones geschaut. Das fand ich ziemlich cool! 

Da mein Flug heute um 8.30 ist, musste ich um 6 vom Hostel zur Bushaltestelle laufen. Nach 5 Minuten Weg ist mir aufgefallen, dass ich den Schlüssel noch in der Hosentasche hatte, also bin ich nochmal zurück. Mit dem Bus (nur $4.40 :)) ging es zum Flughafen wo ich nun auf den Abflug nach Darwin warte. 

Aussicht vom Kings Park auf Perth Swan River :) Das nenne ich mal einen optimalen Platz zum entspannen :D Aussicht vom Bootsteg - hier lässt es sich gut lesenSkyline von Perth (Ausblick aus dem indischen Restaurant! lecker, lecker, indisches Essen 

 

01Juli
2014

Time to say goodbye...

Jetzt gibt's nochmal einen Eintrag, bevor es auf Reisen geht. 

Die letzten drei Wochen waren einfach der Hammer! Ich wurde in die Familie integriert, war willkommen und habe es sehr genossen, denn die 9 Monate davor war ich nur mit Leuten in meinem Alter zusammen und das Wort 'Familienleben' befand sich nicht in meinem aktiven Wortschatz. Nun ist das anders bzw war anders und das hat sich sehr gut angefühlt :) 

Jeden Freitag trifft sich Debbie mit ihrer Mutter, Schwester und Nichte und sie machen einen 'Mädels-Abend'. Dann wird Take-Away-Food gekauft, gequatscht und eine DVD eingelegt. Debbie hat mich immer mitgenommen und es war als wäre ich schon immer dabei gewesen und ganz selbstverständlich! 

Als ich eines Abends mit Greame von der Farm nach Hause gefahren bin, hat ein LKW-Anhänger gebrannt und als wir daran vorbeigefahren sind, haben wir Flaschen gesehen. Am nächsten Morgen sind wir dementsprechend aufmerksam gefahren und als wir zu dem Anhänger kamen, haben wir angehalten und ordentlich eingepackt - Rot-/Weißwein und Sekt. Es war einfach sooooo gut. Da es neblig war, kann ich das wohl wortwörtlich als 'Nacht und Nebel Aktion' betiteln. 

Am Donnerstag habe ich Jägerschnitzel gekocht und es war sehr lecker! Dazu gab es für Greame von dem geklauten (?) Wein und ich bin beim Wasser geblieben. Das war das erste Schweineschnitzel, was er gegessen hatte, hat aber sehr gut geschmeckt. Nachdem ich dann typisch deutsches Essen gekocht habe, hatten wir sonntags homemade Pies - really aussie!!

Als stolze, deutsche Staatsbürgerin habe ich natürlich die WM verfolgt und sogar die Spiele gesehen! Okay, das erste habe ich verschlafen - aber nur weil mein Wecker um 1.25Uhr nicht geklingelt hat. Für die anderen beiden hatte ich mir dann jeweils drei Wecker gestellt, wurde wach und habe mit meiner durchaus kreativen Fan-Ausstattung mit unseren Jungs mitgefiebert. Das Spiel heute war allerdings zur Zeit während ich im Auto bzw Bus saß, aber dank live Berichterstattung von Daniel und Leonie (okay, hier mit etwas Verzögerung :P) habe ich alles mitbekommen! 

Heute hieß es für mich dann nach insgesamt 603.5 Arbeitsstunden und vielen tollen Erfahrungen Sachen packen und weiterziehen. Der Abschied war ziemlich traurig, weil wir uns sehr ans Herz gewachsen sind, aber nicht endgültig! Ich bin mir sicher wir werden uns wiedersehen und wann immer das sein wird - ich freue mich darauf :) 

Nun habe ich schon 8 Stunden hier in Melbourne am Flughafen gewartet und werde in 2 Stunden nach Perth fliegen. Weiter geht das Abenteuer, das schon so bald sein Ende findet!

Das etwas ungewöhnliche Weinregal das sind die Baumwollballen - 235m Durchmesser und schön weich Schlaaand!! Ich bin dabei Ich iebe einfach Quad fahren -war super, wenn auch recht kühl so ohne Heizung Jägerschnitzel *-* Homemade Pie - richtig lecker! Somewhere over the rainbow.. bei so einer Aussicht ist es traumhaft zu arbeiten morgens 5.30 in Australien... alle top fit :P

16Juni
2014

DHL

Heute kam ein Päckchen von Cathrinan mit lauter deutschen süßen Leckereien! Du bist der Hammer und gaaaaaanz lieben Dank :*

E

in Bild sagt mehr als tausend Worte:

 

 

Begeistert? Jaaaaaaaaaaaa! :D

13Juni
2014

Känguru, nass & kalt, Umzug

Das Konzert/Theaterstück war total klasse - a real Australian experience! Begonnen hat das Ganze mit einem ca zweistündigen Theaterstück über das Leben von 'Banjo', dem Dichter von 'Walzing Mathilda' (inoffizielle Hymne). Zum Abschluss des Stücks sind alle aufgestanden und haben gemeinsam 'Walzing Mathilda' gesungen - Gänsehautfeeling!! Beim Refrain konnte ich sogar mitsingen :D Danach gab es Kaffee, Tee und Kuchen und ich kann euch sagen, die Kuchen, Muffins und Cupcakes waren der Hammer! Ich war total begeistert, denn mein letztes Stück Kuchen ist schon eine ganze Weile her... Der zweite Teil des Abends war der Bushdance. Ich habe etwas Aboriginie-mäßiges erwartet, doch diese Erwartung wurde nicht erfüllt. Ziemlich schnell war klar, dass beim Bushdance Gitarren, Violinen und eine Trommel gespielt werden und es mehr Countrymusic ist. Es war einfach nur göttlich, denn alle haben zusammen im Kreis getanzt und diverse unterschiedliche Gruppentänze wurden uns beigebracht. Das war ein toller Abend mit vielen netten Menschen und Begegnungen :P

 

 

 

 

 

Auf der Farm gab es nicht so viel zu tun. Wobei, gemacht werden musste viel, aber der Traktor war ja kaputt... Dementsprechend habe ich mal wieder zur Malerrolle gegriffen und in Simons Haus gestrichen. Auf einem der Heimwege habe ich Begegnung mit einem Känguru gemacht - auf die besondere Art. Ich bin in 'meinem' Auto nach Hause gefahren und ziemlich bald ist ein Känguru über die Straße gehüpft und ich dachte mir "Wow, ich muss echt aufpassen!". 200m weiter hab ich eins am Straßenrand stehen sehen, hab langsam gemacht, das Känguru ist auf die Straße gesprungen, ich habe eine Vollbremsung gemacht und bin auf die andere Straßenseite (es kam kein Auto) und habe es direkt mittig erwischt. So viel zum Thema niemals ausweichen oder abbremsen... Das Känguru ist in hohem Bogen nach rechts geflogen. Ich war geschockt, bin weitergefahren, habe aber nach 500m angehalten und mir den Schaden angeschaut und mich ein bisschen beruhigt. Konnte aber nicht zurückfahren um zu schauen, ob es tot ist. Am nächsten Morgen bin ich sehr aufmerksam gefahren und habe geschaut, ob ich am Straßenrand ein totes Känguru sehe, aber nichts. Als Doyle und Simon sich das Auto angeschaut haben, meine Doyle, dass es höchstens gestreift habe und Kängurus robust sind. Na wunderbar, dann lebt es wohl noch :) Der Schaden war tatsächlich nicht groß - vorne ist Plastik gebrochen und die Motorhaube war leicht eingedrückt. 

Übers Wochenende hatten wir 53mm Regen und es war Weltuntergangsstimmung. In meinem Zimmer (im Pub) habe ich keine Heizung, das Fenster ist recht dünn und von Isolierung fehlt jede Spur. Hier ist mittlerweile Winter und so sind die Temperaturen auch - also australische Winter-Temperaturen. Da ich nun den australischen Sommer erlebt habe, friere ich mir nun meinen Allerwertesten ab, während ihr bombastisches Wetter habt. Tagsüber haben wir bis zu 17ºC und nachts so um die 5ºC. Wenn dann noch ein kühler Wind weht - gut' Nacht! Wegen dem Regen konnte ich die ganze Woche nicht arbeiten, sonst hätte ich es wenigstens im Traktor, dank Heizung, schön warm gehabt. Im Pub gibt es ein 'Wohnzimmer' für die, die dort wohnen und dort gibt es einen Heizer - habe dementsprechend viel Zeit im Wohnzimmer verbracht. Sonst war ich jeden Tag in der Bibliothek und ein bisschen spazieren. Kathryn (Simons Frau) hatte ich gebeten mir ein paar Lebensmittel einzukaufen, wenn sie mal wieder zu Coles (ein günstiger Supermarkt) geht, denn in Jerilderie gibt es nur einen IGA und der ist wesentlich teurer. Sie war bei Aldi (jaaaaa, gibt's hier auch :) und ist noch günstiger als Coles) und hat mir noch eine Tafel Schokolade mitgebracht - Achtung: Made in Germany :D Die hat allerdings nur zwei Tage gehalten, denn es fiel mir unglaublich schwer aufzuhören zu essen. Deutsche Schoki ist nämlich viel leckerer als australische! 

Freitags wurde mir mitgeteilt, dass es für mich montags für 10 Tage nach Hay geht. Um Unterkunft sollte ich mich selbst kümmern, also habe ich Doyle angerufen und gefragt, ob ich nicht bei ihm und seiner Frau zur Miete wohnen kann. Ja klar, aber ich darf nur kommen, wenn ich KEINE Miete zahle. Das ist typisch australisch! Seit Montag bin ich nun wieder in Hay, habe mein eigenes Zimmer mit großem Bett und Heizdecke (!), wohne mit Doyle, Debbie und deren 4 Hunden und 2 Katzen zusammen und fühle mich sehr wohl. Sozialkontakt, leckeres Essen, Englisch und eine tolle Zeit. Simon meinte, dass ich wohl gar nicht mehr nach Jerilderie komme sondern hier in Hay bleibe. Jetzt mal abwarten und fleißig arbeiten :) 

 

 

der Känguru-Kuss DAS nenne ich mal Regen heiße Schokolade und DEUTSCHE Schoki :) Die Fahrt mit dem Truck mit Traktor und Mulcher im Gepäck mein Bettchen *-* nichts gegen mein Reisehandtuch, aber ein richtiges Handtuch ist sooooo kuschelig und macht richtig trocken :P mein Arbeitsfahrzeug - damit cruise ich auf der Farm rum :D Luxus-Lunch - Chickenpie, Kuche, Wassermelone, Trauben, Mandarine (aus eigenem Anbau) und Mousse au Chocolat *-*

24Mai
2014

Alltag

Seit dem letzten Eintrag ist gar nicht mehr soooo viel Neues passiert. Ich bin mit dem Streichen (Bade- & Schlafzimmer) fertig geworden, mein Auto ist während der Fahrt einfach gestorben, ich bin 200km mit einem Traktor gefahren, wir haben Mais geerntet und ich habe gemulcht. J

etzt aber noch ein paar Details, dass ihr auch genau wisst wovon ich rede ;)

 

Die Malerarbeiten waren nach 7 Tagen Arbeit zu Ende. Es hat ewig gedauert, weil die Wände rot/lila waren und nun creme und hellblau sind, d.h. ich durfte jede Wand dreimal streichen... Dann sollten die Türen mit extra Holzfarbe bemalt werden und ich kann euch sagen - eine ziemliche Sauerei! Diese Farbe ist extrem klebrig und dickflüssig. Natürlich hatte ich die danach an meinen Händen kleben und da konnte ich noch so gut Hände waschen, die Farbe war hartnäckig. Mittlerweile bin ich aber frei von jeglichen Maler-Spuren und war am Ende sehr zufrieden mit meiner Arbeit (Kathryn und Simon übrigens auch ;)) und dank Erfahrungen in Teppich verlegen und weiteren Übungen von Malerarbeiten kann der Auszug kommen :D

 

Auf dem Rückweg nach Jerilderie (die Farm liegt 23km außerhalb) ist mein Auto während der Fahrt einfach ausgegangen. Ich fahre da mit meinen 100 km/h glücklich in den Feierabend, freue mich aufs Essen und mein Bett, halte Ausschau nach Kängurus (keine Seltenheit :P) und merke wie meine Tachonadel Richtung 90, 80, 70 wandert, obwohl ich das Gaspedal immernoch drücke. Hilft ja alles nichts, also erstmal an den Straßenrand - jaaaa, auf die linke Seite - gefahren und die Motorhaube aufgemacht. Ölstand und Motorwasser überprüft, alles okay und auch sonst war nichts auffälliges - voll getankt war es auch! Auf der Hälfte des Weges habe ich keinen Empfang und wie es natürlich sein musste war ich genau in dieser Hälfte. Mit keinem Balken am Handy und bei Dämmerung stand ich also mit meinem toten Auto am Straßenrand. Habe dann gewartet bis ein Auto kam (juhu, nach 4 Minuten kam tatsächlich eins), habe es angehalten und den freundlichen Herrn nach Hilfe gefragt. Er hat sich ins Auto gesetzt, versucht es zu starten (ging wie bei mir auch nicht) und hat mich gefragt ob ich jemanden kenne, der mir helfen könnte. Jaja, der gute Wille war da, er ist wieder gefahren und ich habe versucht Simon zu erreichen. Als es getutet hat war ich völlig aus dem Häuschen, denn ihr erinnert euch - null Balken Empfang... Dann ist er sogar noch drangegangen und mein Bild im Kopf, wie ich 7km bei Dämmerung bzw in Dunkelheit vom Auto zurück zur Farm laufe verschwand blitzartig. Während ich mein Problem geschildert habe kam von Simon plötzlich 'Hallo, hallo? Alina, ich kann dich nicht hören, ruf mich nachher nochmal an.' Bääääm! So schnell wie das Bild ging, war es auch wieder in meinem Kopf. Als letzte Chance habe ich eine SMS gesehen und nachdem ich sie abgesendet habe, habe ich einfach nur gehofft, dass sie auch raus geht. Ha, und nach 2 Minuten des Wartens kam Simons Anruf, dass er auf dem Weg sei. Auch er konnte nichts direkt sehen und so hat er mich abgeschleppt. Wunderbar, dann wurde ich jetzt auch mal abgeschleppt, aber einmal reicht auch ;) Für die Rückfahrt habe ich Simons Auto bekommen und kam damit dann tatsächlich noch an! Les (der Mechaniker hier) hat sich tags drauf mein Auto zu Herzen genommen und es repariert. Es war irgendein elektrischer Fehler, der wohl einfach zu beheben war.

 

Am nächsten Tag bin ich mit Simon nach Hay auf seine andere Farm gefahren (ca 2 Stunden). Dort war ich ja im Februar schonmal zum Bewässern und habe nun Pregnesh (der Inder, mit dem ich dort die Bewässerung gemacht habe) und Dolye (der Mechaniker) wiedergetroffen. Sie waren mit der Maisernte schon fertig und Pregnesh hat die Felder gemulcht, d.h. die Maisstengel sind nach der Ernte noch ca. 60cm hoch und mit dem Mulcher (eine Maschine, die an den Traktor gehängt wird) wird alles kleingehäxelt und die Stengel sind nur noch 10cm hoch. Das ist notwendig, weil das Feld nun abgebrannt wird und man so sichergeht, dass auch alles verbrennt. Pregnesh lief mit Feuer die Längsseite des Feldes entlang und hat eine Reihe angesteckt. Simon und ich standen mit Schaufeln und einem Feuerlöscher da und haben geschaut, dass kein Feuer außerhalb des Feldes entsteht. Das hat wunderbar geklappt und dank des Windes (natürlich aus der richtigen Richtung) hat sich das Feuer Reihe für Reihe vorgearbeitet. Stellt euch jetzt aber nicht vor, dass das Feld lichterloh brennt, sondern es waren nur vereinzelt kaum sichtbare Flammen und es war unglaublich viel und dichter Rauch. Das sah sehr episch aus, aber die Umwelt hat's uns mit Sicherheit nicht gedankt! Nach dem Feuer wird ein paar Tage gewartet bis die Asche mehr oder weniger verflogen ist und dann wird direkt Weizen gesät und bewässert. Für mich hieß es nun ab auf den Traktor und zurück nach Jerilderie. Mit Warnblinker und gelben Blaulicht (oh man, manche Ausdrücke verschwinden - hat auch die Müllabfuhr) ging es über Dirt Roads, also unbefestigte Straßen, an der Seite des Highways zurück. Das hat alles wunderbar geklappt (ich war ja heilfroh, dass ich immer die Abzweigungen gefunden habe :P), bis plötzlich die Dirt Road auf dem Highway gelaufen ist. Hmmm... Auf dem Highway müssen landwirtschaftliche Maschinen eskortiert werden, also ein absolutes Tabu für mich, denn Simon war ja noch auf der Farm in Hay. Also bin ich mitten durch die Pampa gefahren und habe dabei immer geschaut, dass ich parallel (jetzt nicht wortwörtlich nehmen ;)) zum Highway bin. Ein Teil der Strecke (ziemlich am Ende) führt durch eine Farm und dort musste ich immer mal wieder Gatter öffnen, weil die Rampen zu schmal für den Traktor waren. Auf diesem Teil hatte mich Simon eingeholt und die Gatter geöffnet und geschlossen, sodass wir sehr viel Zeit gespart haben. Aber da es irgendwann dunkel wurde und ich noch knapp 2 Stunden Fahrt vor mit hatte, haben wir den Traktor ca 200 Meter vom Weg in der Pampa abgestellt und kamen am nächsten Morgen wieder. Es hatte 100% Luftfeuchtigkeit und man konnte nicht mal 100m weit sehen. Um das ganze noch zu toppen, hatte es nur 6ºC!!!!! Und das noch bis 9 Uhr :/ Am Tag davor hatte es 25ºC - die Temperaturen variieren hier sehr :D Den letzten Teil des Weges habe ich glücklicherweise auch noch problemlos zurückgelegt und nach insgesamt 7 Stunden Fahrt (mit dem Auto noch nicht mal 2 :P) kam ich auf der Farm in Jerilderie an. 

 

Nachdem sich der Start der Maisernte wegen Regen und Feuchtigkeit ziemlich verzögert hat, konnten wir am 7. Mai endlich starten! Die Maisernte läuft genau so ab wie die Reisernte, aber es ist einfacher. Mais wird in Reihen angebaut und Reis ist einfach überall. Dank der Reihen musste ich meinen Traktor in die Reihe neben den Mähdrescher lenken und konnte von da an das Lenkrad loslassen, weil wir diese Reihe entlang gefahren sind. Es hat ein paar Mal geregnet und war deshalb zu feucht und auch beim Mähdrescher gab's das ein oder andere Problem, weshalb wir immer mal wieder aufhören mussten. Als wir mal wieder nicht ernten konnten, bin ich auf einem bereits abgeernteten Maisfeld mit dem Mulcher gefahren und habe es fürs Feuer vorbereitet. Wir haben zwei unterschiedliche Sorten Mais geerntet und mussten dazwischen alles komplett reinigen. Die eine Sorte (Waxy) wird für gefrorene Pies, Pizza etc verwendet und die andere (high emilate) wird zu Plastikverpackung (z.B. von Schoki) verarbeitet. Die Schale der zweiten Sorte geht an Toyota und daraus werden - Achtung! - Autodächer hergestellt. Ja, wer hätte das gedacht? :D Gestern wurden wir tatsächlich fertig mit der Ernte und haben 9 Silos à 80 Tonnen gefüllt. Dolye ist seit Montag auch hier und pflanzt Barley und Canola und hat mich gestern auf nen Drink eingeladen. Er wohnt in Simons Caravan am anderen Ende der Farm direkt an der BBQ-Area mitten in der Natur. Nach der Arbeit bin ich zu ihm und wir hatten einen netten Abend mit Lagerfeuer, leckerem Essen(T-Bone-Steak, Ofentomaten, Pommes und Eis zum Nachtisch), Cola und haben bis 11 gequatscht. 

 

Das Wochenende habe ich frei, weil Les am Traktor was kaputt gemacht hat und ich deshalb nicht mulchen kann. Heute Abend ist hier in Jerilderie ein Theaterstück mit anschließendem Bushdance. Dafür haben mir Simon und Kathryn eine Karte geschenkt und dort gehen wir heute hin. Sonst nutze ich heute die 2 Stunden, in denen die Bücherei mit WLAN geöffnet hat und werde dann nochmal im Pub fragen, ob ich wieder für meine Unterkunft arbeiten kann. 

 

Ach, jetzt hätte ich doch fast mein Highlight vergessen! Da ich immer während den Supermarkt-Öffnungszeiten arbeite habe ich Kathryn gebeten mir Toast und Oats mitzubringen, weil sie selbst einkaufen musste. Abends kam ich dann vorbei um das Zeug und mein Rückgeld abzuholen und dann hat sie mir noch eine Tafel Lindt-Schoki gekauft - als Belohnung (klingt im englischen als treat besser :P) für meine Arbeit :) 

das Feld wird abgebrannt die Baumwollpflanzen, die ich im Februar bewässert habe müssen jetzt trocknen der Mulcher - links und rechts vorher, in der Mitte nachher im Mähdrescher - ich durfte mal ein paar Minuten fahren,weil Jock was hinten kontrollieren musste :) man kann's nicht so gut erkennen, aber ich sitze im vollen Mähdrescher und in der rechten Ecke ist mein Traktor mit dem Chaiserbin das ist der Maisaufsatz, mit dem der Mähdrescher erntet Jock, der Mähdrescherfahrer Schoooooooki *-*

03Mai
2014

Coming 'home'

Ja, es war tatsächlich ein bisschen wie nach hause kommen, denn hier war ich schonmal, hatte einen Alltag und verbringe die längste Zeit an einem Ort in Jerilderie. Natürlich nichts im Vergleich zum wahren Zuhause ;)

 

 

 

Meine 2.5 Monate hier auf der Farm werden wohl abwechslungsreicher werden, als das letzte Mal. Los ging es mit der Reisernte. Ein Mähdrescher drehte seine Runden auf dem Feld und ein Traktor mit einem auger-bin (sozusagen ein offener Container) pendelte zwischen dem Mähdrescher und einem Truck hin und her. Vom Mähdrescher wurde der Reis in den Traktor befördert und von diesem in den Truck. Der fuhr den Reis zu einem Reislager, wo er getrocknet wird und danach weiterverarbeitet. Bei dem Ernteprozess saß ich im Traktor. 

Ich fand es super, dass ich ein Teil dieses Prozesses war und nicht nur auf meinem Traktor still vor mich hin meine Runden gedreht habe! Dieses Jahr war der Anbau nicht ganz so erfolgreich, weil es eine kurz-vor-knapp Entscheidung war und die Felder nicht gut genug präpariert wurden. In dieser Saison machen sie keinen Reis mehr, weil die Kosten für Wasser, Chemikalien (:/) und Maschinen zu teuer sind und es sich kaum lohnt. Dennoch sind wir mit einem kleinen Plus aus dem diesjährigen Reisanbau gegangen. In den 5 Tagen haben wir 752t Reis geerntet. Wir haben die japanische Reissorte Opus angebaut und davon werden 90% nach Japan exportiert! 

Nach der Ernte habe ich auf zwei Feldern Reihen gezogen für Canola (eine Rapssorte). Meine Maschine am Traktor war 5 Tonnen schwer und fast dreimal so breit wie mein Traktor! Canola wollen wir nach der Maisernte säen. Auch Weizen steht dann auf dem Programm, da Weizen und Canola Winterpflanzen sind. Die Maisernte wollen wir am Montag oder Dienstag beginnen und es wird wohl so 10 Tage dauern bis wir die 200 Hektar geerntet haben. Wir wollten eigentlich schon diese Woche starten, aber der Mais war noch nicht trocken genug. Der geerntete Mais wird dann übrigens zu Cornflakes verarbeitet :)

In der letzten Woche habe ich getan was so anfiel - Traktor putzen, Wartung des Traktors, sprühen (zum Glück nur ein Mal!), streichen, Bäume fällen etc. Und eben Traktor fahren :D Beim Bäume fällen habe ich die Bäume mit dem Traktor auf einem Haufen gestapelt und langsam aber sicher werde ich mit dem Geschoss ziemlich vertraut. Les hatte mir freundlicherweise bei der Wartung alles erklärt und von da an wusste ich sogar wie man bremst - besser spät als nie :P

Simon ist übers Wochenende auf einer Hochzeit und Les arbeitet am Wochenende nicht. Außerdem regnet es und ich kann nicht arbeiten. Habe mir gedacht bevor ich hier zwei Tage rumgammel, frage ich im Pub mal nach, ob ich für meine Unterkunft arbeiten kann - immerhin $100 pro Woche. Morgen werde ich dann Teppich verlegen und $15 die Stunde verdienen. 7 Stunden und die Nächte sind abgearbeitet. Na das hat mal wieder bestens geklappt! 

 

Reis wird vom Mähdrescher in meinen auger-bin geladen... ...von meinem auger-bin in den motherbin (fasst 40t) ...und von diesem in den Truck der Reismähdrescher in seiner vollen Pracht - riesig!das kleine Maschinchen mit meinem noch kleineren Traktor da musste doch glatt die Panorama-Funktion dienen :P Malermeisterin Alina bei der Arbeit immer schön mit dem Wind sprühen ;)

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